Der perfekte Grundriss für das eigene Haus (24. April 2018)

Seinen Grundriss selbst zu planen ist großartig, doch es muss fachgerecht und zukunftssicher getan werden. Wir haben Tipps, was man alles bedenken sollte.

So wird die Hausplanung zum Erfolg!

Während manche zukünftige Hausbesitzer sehr gern auf bereits vorgefertigte und erprobte Grundrisse zurückgreifen, haben andere ein unbändiges Vergnügen daran, die eigenen vier Wände vom ersten Schritt bis zum letzten Detail selbst zu planen. Auch ein schlüsselfertiges Haus kann ganz individuell geplant werden, wie es etwa bei der Haus Grundrissplanung mit Wilms möglich ist. Der erfahrene Anbieter setzt auf eine erfolgreiche Symbiose aus bewährten Methoden und individuellen Ansprüchen.

Doch was muss bei einer Grundrissplanung eigentlich alles beachtet werden?

Sichtachse und Himmelsrichtungen

Zunächst einmal sollte man die Umgebung des Hauses genau unter die Lupe nehmen. Wie soll das Haus ausgerichtet sein? Gibt es draußen Straßen und Wege, und an welchen Zimmern sollen sie vorbeiführen? Bietet die Umgebung besondere Ausblicke, und von welchen Räumen aus möchte man diese genießen können? Nach den äußeren Gegebenheiten wird die Sichtachse des Hauses ausgerichtet.

Bild: Grundrissplanung mit der Firma Wilms - Berlin + Hoppegarten

Dabei spielt natürlich auch die Sonnenausrichtung eine große Rolle. Das Haus ist in der Regel nach Norden hin geschlossen, nach Süden geöffnet. Das Schlafzimmer ist meistens nach Osten ausgerichtet, sodass hier morgens die erste Sonne genossen werden kann. Wer morgens schon sehr aktiv ist und gerne ausgiebig frühstückt, lässt den Essbereich ebenfalls in Richtung Osten bzw. Südosten hin offen sein. Das Wichtigste ist jedoch die Öffnung nach Süden hin, die meist in den Hauptwohnräumen realisiert wird. Sie ist besonders in den Wintermonaten von großer Bedeutung, wenn jeder Sonnenstrahl ausgekostet werden muss.

Flure und Zimmer

Auch wenn die Versuchung groß ist, Flure eher klein zu planen und dadurch mehr Platz in den Zimmern zu haben, hier erliegt man einem Irrtum. Dunkle und enge Gänge lassen ein Haus eng und bedrückt wirken und sind ungemütlich. Wenn ein Flur nicht anders als schmal gestaltet werden kann, sollte nach Möglichkeit ein Fenster integriert werden, damit er etwas offener und heller wirkt. Gerade im Eingangsbereich brauchen Familien viel Platz und sollten großzügig planen. Flure können auch als Schallpuffer zwischen lauteren und leisen Räumen eingesetzt werden.

Ein offener Grundriss ist zwar ansprechend, kann aber mit den Bedürfnissen einer wachsenden Familie nicht immer mithalten. Je mehr Personen in einem Haus wohnen, umso wichtiger sind die individuellen Rückzugsmöglichkeiten.

An später denken

Die Bedürfnisse einer Familie wandeln sich im Laufe der Zeit. Erst brauchen Kinder viel Platz zum Spielen, später ziehen sie aus und lassen leere Zimmer zurück. Die Kinderzimmer sollten möglichst nicht neben dem Schlafzimmer oder Arbeitszimmer der Eltern gelegen sein, da die Kleinen häufig laut sind und es so zu Konflikten kommen kann. Je älter die Kinder werden, umso größer ist ohnehin ihr Bedürfnis nach Distanz. Sind die Räume mit Individualnutzung im Haus etwa gleich groß, so lassen sie sich später einfach tauschen. Bequemes Wohnen im Alter bedeutet, im Alltag keine Treppen überwinden zu müssen. Die wichtigsten Räume und das Masterbad sollten sich also möglichst im Erdgeschoss befinden. Der Treppenaufgang sollte so breit sein, dass später ein Treppenlift eingebaut werden kann.

Räume, bei denen viele Installationen vorgenommen werden müssen, wie die Küche und Badezimmer, sollten am besten übereinander gelegen sein. Lieber plant man ein Badezimmer mehr ein, als eines zu wenig! So kann ein Bereich später auch als Gästebereich genutzt werden oder eventuell sogar vermietet werden.

Wie groß soll das Haus eigentlich sein?

Im Bereich der Größe mit Zahlen zu arbeiten, ist ziemlich abstrakt und liefert nicht unbedingt Ergebnisse, mit denen man später auch zufrieden ist. Besser ist es, man schaut sich einmal in den Häusern von Freunden oder der Familie um und lässt sich dort wegen der Größe von Zimmern und Bädern inspirieren.So bekommt man ein gutes Gefühl dafür, womit man sich wohlfühlen würde. Optimal ist in so einem Fall auch der Besuch von Musterhäusern, wo sich verschiedene Grundrisse und Größen einfach vergleichen lassen.

Nicht vergessen: auch Balkone, Terrassen und der Garten wollen geplant werden. In der Planungsphase entscheidet sich schon, wie pflegeleicht das Grün am Haus später einmal sein wird. Wird der Bereich vor dem Haus, den jeder einsehen kann, übersichtlich gestaltet, hat man später weniger Arbeit.

Wichtig sind ebenfalls die Planung der Garage oder des Carports. Will man eventuell eine Doppelgarage bauen lassen, die auch als Werkstatt genutzt werden kann? Auch besondere Extras wie eine Gartensauna oder ein Schwimmteich werden bereits in dieser Phase der Planung einbezogen.

Kann man auch bei vorhandenen Grundrissen noch planen?

Wer ein bereits vorhandenes Haus individuell umbauen und nach seinen Vorstellungen gestalten möchte, kann das natürlich auch tun. Dafür braucht man zunächst einmal den vorhandenen Grundriss auf Papier. Es ist zu beachten, dass tragende Wände am besten nicht herausgerissen werden sollten. Das ist zwar möglich, jedoch mit Mehrkosten verbunden. Abgesehen von diesen Wänden ist man bei der Gestaltung des Grundrisses ansonsten frei und kann den Wohnraum durch das Entfernen von Wänden viel offener gestalten, als er ursprünglich einmal geplant wurde. Häufig wird man hier auch größere Badezimmer mit mehr Komfort einplanen, was ebenfalls einigen Bauaufwand mit sich bringt. Das Ergebnis ist es jedoch wert, denn zeitgemäßes Bauen ist bauen für die Zukunft.

Es gibt keinen perfekten Grundriss, der für jeden richtig ist, sondern immer nur individuelle Lösungen, die an den momentanen und zukünftigen Bedürfnissen der Hausbewohner ausgerichtet sind. Genau hierin liegt die Chance der individuellen Grundrissplanung: ein echtes Zuhause erschaffen zu können, das wie maßgeschneidert zum eigenen Leben passt.