Mehr Eigentumswohnungen veräußert als Einfamilienhäuser (12. September 2013)

Die Top-20-Regionen Deutschlands

2012 wurden mehr Eigentumswohnungen als Einfamilienhäuser verkauft. In den westlichen Bundesländern standen 225.500 Kauffälle für Eigentumswohnungen 210.800 Fällen für Einfamilienhäuser gegenüber. In den ostdeutschen Bundesländern sind 46.600 Eigentumswohnungen und 36.500 Einfamilienhäuser verkauft worden. Der Durchschnittspreis für eine Eigentumswohnung in Deutschland lag bei 146.800 Euro und stieg damit gegenüber dem Vorjahr um 6,70 Prozent.

Die Preissteigerungen der vergangenen Jahre setzten sich damit fort. In Westdeutschland lag das Preisniveau 2012 um rund 19 Prozent über dem Wert von 2006. In Ostdeutschland erhöhten sich die Preise in diesem Zeitraum sogar um 36 Prozent. Mit Ausnahme der Bundesländer Bremen und Brandenburg stieg das Preisniveau für Eigentumswohnungen auf breiter Basis. Der Anstieg lag insgesamt auch höher als der des Verbraucherpreisindexes mit plus 12 Prozent. Darauf wies heute das ifs-Städtebauinstitut Berlin auf der Grundlage einer Studie von GEWOS zur Preisentwicklung für Wohneigentum in Deutschland hin. Der Studie liegen die tatsächlich vereinbarten Preise aller Kaufverträge zu Grunde, die von den Notaren beurkundet und den Gutachterausschüssen mitgeteilt wurden.

Hinter den globalen Zahlen verbergen sich allerdings sehr unterschiedliche Entwicklungen auf den regionalen Wohnungsmärkten. Die höchsten Immobilienumsätze in Deutschland werden in Verdichtungsräumen mit großen und wirtschaftlich bedeutenden Städten als Zentren erzielt. Spitzenreiter bei den Preisen für Eigentumswohnungen ist nach wie vor die Region München mit einem Durchschnittspreis von 262.100 Euro. Demgegenüber kostete eine Eigentumswohnung in der Region Hannover nur 90.000 Euro. Die höchsten Preissteigerungen traten 2012 mit 43,20 Prozent in der Region Dresden auf, gefolgt von 14,70 Prozent in der Region Düsseldorf, 10,80 Prozent in der Region Augsburg, 10,50 Prozent im Frankfurter Raum und 10,30 Prozent im Raum Münster. Quelle: ifs