Energie: Kostentreiber Nr. 1 (25. Februar 2013, 10. März 2013)

Die Wohnkosten sind 2012 für Mieter und Eigenheimbesitzer wiederum gestiegen. Ein Hauptpreistreiber waren die Kosten für Haushaltsenergie: Für Strom und Wärme mussten 5,70 Prozent mehr bezahlt werden. Das liegt zwar unter dem Anstieg von 2011 mit 9,50 Prozent, aber deutlich über dem allgemeinen Verbraucherpreisindex von 2 Prozent.

   

Bei den Nettokaltmieten setzte sich die gespaltene Preisentwicklung zwischen Mieten in bestehenden Verträgen und Mieten beim Neuabschluss eines Vertrages fort. Während die generelle Steigerung der Nettokaltmiete 2012 mit 1,20 Prozent moderat war, verzeichneten Wachstumsregionen bei der Wiedervermietung einer Wohnung einen Anstieg zwischen 5 und 10 Prozent. Hier sind die Wohnungen aufgrund eines Bevölkerungszuzugs zu einem knappen Gut geworden, was zu steigenden Angebotspreisen führt. Dem kann nur durch einen verstärkten Neubau von Mietwohnungen und Eigentumsmaßnahmen begegnet werden. Dazu ist verfügbares Bauland erforderlich. Dieses auszuweisen und zu erschließen ist Aufgabe der von der Wohnungsknappheit betroffenen Gemeinden. Darauf wies gerade das ifs-Städtebauinstitut, Berlin, hin.

Die Steigerungsrate bei den „kalten“ Wohnnebenkosten (wie Wasser, Abwasser und Müllabfuhr) lag 2012 mit 0,70 Prozent deutlich unter der Steigerungsrate von 1,40 Prozent in 2011. Betrachtet man die Gesamtkosten für das Wohnen, beliefen sich die Preissteigerungen damit auf 2,30 Prozent nach zuvor 3,10 Prozent. Quelle: ifs

Wohnkosten (Mieten) und Wohnflächenpreise: PDF 2 DS/651 KB