Energie: schamloser Preistreiber (13. Februar 2012)

Die Kosten für Haushaltsenergie sind 2011 deutlich um 9,50 Prozent gestiegen. Das trifft Mieter wie Wohneigentümer gleichermaßen. 2010 war der Anstieg mit 0,30 Prozent noch sehr moderat ausgefallen. Strom verteuerte sich 2011 um 7,30 Prozent, Gas um 4,60 Prozent, Heizöl um 24,50 Prozent und Fernwärme um 8 Prozent. Insbesondere auf Mieter und Wohneigentümer in mit Öl beheizten Mehrfamilienhäusern kommen daher 2012 im Rahmen der Nebenkostenabrechnung für die Heizperiode 2011 hohe Nachzahlungen zu.

Dagegen stiegen 2011 die Nettokaltmieten gegenüber dem Vorjahr nur gering um durchschnittlich 1,20 Prozent – nach 1,10 Prozent 2010. Bei Altbauwohnungen lag die Steigerungsrate 2011 bei 1,20 Prozent und bei Neubauwohnungen bei 1,30 Prozent.

   

Die Steigerungsrate bei den „kalten“ Wohnnebenkosten lag bei 1,40 Prozent und damit geringer als im Jahr 2010 mit 1,80 Prozent. Gemessen an der Steigerung der Verbraucherpreise in Höhe von 2,30 Prozent trugen die Kaltmieten damit 2011 deutlich zur Preisstabilität in Deutschland bei. Betrachtet man aber die Gesamtkosten für das Wohnen, so beliefen sich die Preissteigerungen für Mieterhaushalte immerhin auf 3,10 Prozent. (Quelle: ifs, destatis)