Baugenehmigungen: Leichter Anstieg (18. März 2010)
Im Jahr 2009 hat es erstmals seit dem Jahr 2006 wieder einen Zuwachs an Baugenehmigungen für Wohnungen gegenüber dem Vorjahr gegeben. Wie das Statistische Bundesamt (destatis), Wiesbaden, dieser Tage mitteilte, wurde 2009 in Deutschland der Bau von knapp 178 000 Wohnungen genehmigt. Das waren 1,9 Prozent oder rund 3 300 Wohnungen mehr als im Jahr 2008. Vor diesem erstmals wieder positiven Ergebnis hatte es deutliche Rückgänge im Jahr 2007 (-26,2 Prozent) und im Jahr 2008 (-4,4 Prozent) im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr gegeben.

   

Von den im Jahr 2009 genehmigten 178 000 Wohnungen waren 154 100 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (+4,0 Prozent gegenüber 2008). Dabei fiel der Zuwachs von Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+5,4 Prozent) deutlich höher aus als die Zunahme bei der Genehmigung von Wohnungen in Ein- und Zweifamilienhäusern (+2,1 Prozent und +1,6 Prozent).

   

Im Jahr 2009 sank der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude gegenüber 2008 um 22,5 Prozent auf 193,4 Millionen Kubikmeter. Diese Entwicklung basiert auf dem Rückgang der Genehmigungen für nicht öffentliche Bauherren um 26,7 Prozent auf 169,3 Millionen Kubikmeter. Die öffentlichen Bauherren steigerten dagegen das Bauvolumen um 30,1 Prozent auf 24,1 Millionen Kubikmeter.

   

Vor allem bei größeren Häusern mit drei oder mehr Wohnungen gab es ein merkliches Plus. 2008 und 2007 war die Zahl der genehmigten Wohnimmobilien jeweils deutlich gesunken.
Lesen Sie bitte auch die Zahlen von 2008: Baugenehmigungen weiter rückläufig