Baulandpreise rückläufig (1. August 2009)
2008 sind die Baulandpreise in Deutschland erstmals seit 2001 wieder leicht gesunken, und zwar um 1,5 Prozent, was auf den drastischen Rückgang des Wohnungsneubaus zurückzuführen ist. Im Bundesdurchschnitt mussten 2008 130 €/m² baureifen Landes gezahlt werden; zehn Jahre zuvor waren es noch 71 €/m² gewesen. Verantwortlich für den Rückgang war die Preisentwicklung in Westdeutschland: Hier mussten 2008 durchschnittlich 157 €/m² gezahlt werden; das bedeutete gegenüber 2007 ein Minus von 3,6 Prozent.

In Ostdeutschland stagnieren die Baulandpreise indessen schon seit Jahren zwischen 45 und 50 €/m². Auf diese Entwicklung hat dieser Tage das ifs Städtebauinstitut, Berlin, hingewiesen. Laut ifs ist in den Angaben für Ostdeutschland Berlin mit einem Quadratmeter-Preis von 276 €/m² nicht berücksichtigt, da der Stadtstaat im Jahr 2008 relativ hohe Fallzahlen aufweist, was zu einer erheblichen Verzerrung der Zahlen für Ostdeutschland geführt hätte.

Lässt man die Stadtstaaten außen vor, sind die teuersten Grundstücke in Bayern und Baden-Württemberg, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 143 €/m² (-0,7 Prozent), Hessen mit 127 €/m² (-3,8 Prozent) und Schleswig-Holstein mit 111 €/m² (+1,8 Prozent) zu finden. Am Ende dieser Skala liegen die ostdeutschen Bundesländer Brandenburg mit 50 €/m² (-7,4 Prozent), Thüringen mit 32 €/m² (-5,9 Prozent) und Sachsen-Anhalt mit 29 €/m² (-9,3 Prozent).

Parallel zum rückläufigen Wohnungsneubau hat sich auch die Zahl der Verkaufsfälle von baureifem Land nahezu halbiert: Gab es vor zehn Jahren noch über 124 000 Kauffälle, so ist die Zahl 2008 auf weniger als 53 000 (-57,4 Prozent) zurückgegangen. Auch der Kaufwert aller Grundstücksflächen ist mit 5,3 Mrd. Euro im Jahr 2008 wesentlich geringer ausgefallen als zehn Jahre zuvor mit 6,7 Mrd. Euro. umo