Energieverbrauch sinkt stetig (24. April 2009)
Die privaten Haushalte in Deutschland verbrauchen immer weniger Energie: So die aktuellen Erhebungen des Statistischen Bundesamtes, Wiesbaden (destatis.de). Demnach verringerte sich der Verbrauch an Haushaltsenergie – bereinigt um Temperaturschwankungen  – zwischen 2000 und 2007 um insgesamt 10,9 Prozent. Im Vergleich 2007 zu 2006 sank der bereinigte Energieverbrauch um 2,9 Prozent.

Der Energieverbrauch im Zeitraum 2000 bis 2007 war durch starke Änderungen sowohl bei den Energieträgern als auch bei den Anwendungsbereichen geprägt. Der Verbrauch von Mineralölen (-32,7 Prozent), überwiegend von leichtem Heizöl, und von Kohlen (-28,1 Prozent) ist stark gesunken; Erdgas wies ebenfalls einen Rückgang (-8,4 Prozent) auf. Der Verbrauch von Strom (+8,0 Prozent) hat hingegen zugenommen, wobei nach 2005 die Anstiege nur noch geringfügig waren. Bei den sonstigen Energieträgern (überwiegend Brennholz einschließlich Holzpellets) erhöhte sich der Verbrauch zwischen 2000 und 2007 kräftig (+20,4 Prozent).

Bei Betrachtung der Anwendungsbereiche fällt der starke Rückgang des Energieverbrauchs für Raumwärme auf, der im Jahr 2007 um 16 Prozent unter dem Niveau von 2000 lag. Für Raumwärme wurden 2007 rund 73 Prozent der Haushaltsenergie eingesetzt. Der Rückgang ergab sich trotz der gestiegenen Zahl von Haushalten um 3 Prozent und einem Anstieg der Wohnfläche um 6,8 Prozent. Diese verbrauchssteigernden Faktoren wurden durch einen reduzierten Energieverbrauch je Quadratmeter Wohnfläche (-21 Prozent) mehr als ausgeglichen. Der verminderte spezifische Energieverbrauch je Wohnfläche kann sowohl einer verbesserten Wärmedämmung sowie Heiztechnik im Wohnungsbestand als auch den Einsparungen der Haushalte in Folge der stark gestiegenen Preise für Heizenergie und elektrischen Strom geschuldet sein. Die Verbraucherpreise für Wohnenergie erhöhten sich zwischen 2000 und 2008 um 64,5 Prozent. (Quelle: destatis)

Energierelevante Gesetze in Deutschland - 1991 bis 2009 (PDF 1 DS/52 KB)