Kommen wir zur Auswahl der Wandbaustoffe

Bereits in einer frühen Planungsphase, am besten schon in der Entwurfsphase, sollten Sie sich Gedanken über die Auswahl der Baustoffe machen. Denn ausschließlich Sie als späterer Nutzer des Gebäudes wollen sich ja in Ihren eigenen vier Wänden behaglich und wohlfühlen. Deshalb sollten Sie von Anfang an nur natürliche, umweltverträgliche Baustoffe gedanklich in die Planung mit einbeziehen. Denn bei der Beurteilung eines Wandbaustoffes sind die spezifischen Anforderungen an die bauphysikalischen Eigenschaften maßgebend. Doch welcher Baustoff kommt hierfür in Frage? Der Markt ist groß, die Auswahl immens.

Hört man auf die Hersteller, ist natürlich der Baustoff zu favorisieren, den der jeweilige Hersteller halt produziert. Der Ziegelproduzent empfiehlt den Ziegel, der Porenbetonproduzent den Porenbeton und der Kalksandsteinproduzent den Kalksandstein usw. und sofort. Um nur einige zu nennen. Jeder Baustoff hat seine Vor- und Nachteile. Befragt man die Statistik, dann ist im traditionellen Hausbau in Deutschland der Ziegel allerdings nach wie vor der meistverwendetste Baustoff von allen, gefolgt vom Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton.

Schauen Sie sich um, holen Sie sich Angebote ein, vergleichen Sie. Je mehr Sie sich über die einzelnen Baustoffe informieren, desto leichter fällt Ihnen Ihre Entscheidung. Nahezu alle Anbieter finden Sie übrigens auch im Internet. Besuchen Sie einfach die jeweiligen Homepages und informieren Sie sich bequem per Mausklick.
Lassen Sie sich bloß nicht von kurzfristigen Kosteneinsparungen verleiten, stellen Sie eine Art Gesamtrechnung an. In der Sie Anschaffungs-, Instandhaltungs-, Energie- und Betriebskosten der Baustoffe und ihre problemlose Entsorgung berücksichtigen. Hier ist Ihre Kreativität gefragt!

Fakt ist, dass der Trend zu großformatigen Wandbaustoffen geht, durch alle Baustoffarten hinweg. Mit dem Ziel, in kürzerer Zeit mehr Mauerwerk zu erstellen. Durchaus von Vorteil für den Bauherrn: Die Bauzeit wird kürzer und die Lohnkosten sinken. Zudem besitzen sie gute wärmedämmende Eigenschaften, so dass keine zusätzliche Dämmschicht aufgebracht werden muss. Die Wände müssen innen und außen lediglich verputzt werden. Mit derartigen, aus Ziegel-, Kalksandstein-, Beton- bzw. Porenbetonbausteinen gemauerten und rd. 30 cm dicken Außenwänden erhält der Bauherr i.d.R. eine solide, bautechnisch unproblematische und dauerhafte Konstruktion mit einem angenehmen Raumklima. Aufgrund ihrer relativ großen Masse verfügen diese Außenwände obendrein über eine gute Wärmespeicherkapazität.

Da Sie als Bauherr der Chef sind, müssen Sie irgendwann Entscheidungen treffen, und zwar möglichst frühzeitig, klar und endgültig. Ihr Architekt wird es Ihnen danken.