Kluges Verhandeln schützt vor Pfusch am Bau

Eines sollten Sie von Anfang an bedenken: Ein neu errichtetes Haus ohne Mängel gibt es nicht. Nicht jeder Mangel ist jedoch problematisch, eher ärgerlich. So genannte Schönheitsfehler sind leicht zu korrigieren. Ist jedoch die Kellerabdichtung nicht fachmännisch ausgeführt worden, geht es schon an die Bausubstanz. Verhandeln Sie deshalb klug und weitsichtig bereits vor der Vertragsunterzeichnung.
Sieben wertvolle Tipps, die ein Bau-Vertrag eindeutig klären muss, um bares Geld zu sparen:

1. Leistungsverzeichnis

Welche Leistungen erwarten Sie? Schreiben Sie Art und Umfang genau fest.

2. Vergütungsanspruch

Wie viel erhält der Auftragnehmer für welche Leistungen? Beachten Sie auch Preisnachlässe, Skonti, etc.

3. Termine

Bis wann sollen welche Arbeiten erledigt sein? Vereinbaren Sie klare, aber realistische Daten und Zeiträume.

4. Vertragsstrafen

Verzögerungen sind ärgerlich und behindern den Baufortschritt, was letztendlich Ihr Geld kostet. Die Strafe steigt, je länger die Säumnis läuft.

5. Bürgschaft (Vertragserfüllungsbürgschaft)

Geht der Auftragnehmer pleite, springt die Bank ein für die Vertragserfüllung und Gewährleistung.

6. Vertragsgrundlage

Basiert der Vertrag auf dem BGB (§ 631)

oder gilt obendrein die VOB (Teil B).

7. Verjährungsfristen

Bis wann muss der Vertragspartner Mängel beseitigen?

Beachte: Seit dem 1. Januar 2002 gibt es Veränderungen bei den Gewährleistungsgarantien. Für neue Gerätschaften beispielsweise statt sechs Monaten jetzt zwei Jahre. Für Baumaterialien sind sogar fünf Jahre anzusetzen!