Der eigene Garten zum Wohlfühlen und Entspannen

Das neue Haus sorgt bereits für Gesprächsstoff in der Nachbarschaft: währenddessen laufen die Arbeiten an den Außenanlagen auf Hochtouren. Im Vordergrund jeglicher Aktivitäten sollte die Wegeanbindung zum Haus stehen, damit Sie und vor allem Ihre Verwandten und Bekannten, die sich bereits angekündigt haben, um das neue Haus zu begutachten, sauber und gefahrlos zum Haus hin- und weggelangen. Dabei wäre es sinnvoll, die gesamten Pflasterarbeiten zusammen ausführen zu lassen. Gemeint sind hier die Gehwege, die Terrasse (falls geplant) und die Zufahrt zum Stellplatz des Pkw (Garage oder Carport). Im Zusammenhang mit den anstehenden Erdarbeiten sind auch gleichzeitig alle notwendigen Leitungen zu verlegen (Elektrokabel, Drainage, etc.).

Auf den richtigen Untergrund kommt es an
Egal, welches Material Sie für die Wegebefestigung verwenden, in jedem Fall ist der Untergrund, die so genannte Tragschicht, fachmännisch vorzubereiten. Soll heißen: Der Untergrund muss ausreichend verdichtet werden (mittels Verdichtungs- oder Rüttelplatten). Als Befestigungsmaterial wäre denkbar:
- Betonpflaster (fugenloser Verbund, betongrau, farbig)
- Naturwerksteinplatten (Granit, Porphyr)
- Kleinsteinpflaster (Granit)
- Klinkersteine sowie
- Rasengitterplatten.

Die bereits angesprochene Tragschicht, bestehend aus Kies oder Schotter, sollte ca. 50 bis 60 cm stark sein. Bei Einsatz von Pflaster wird dieses direkt in ein Sand- oder Splittbett gesetzt. Gartenplatten, beispielsweise für die Terrasse, können direkt in Sand oder in ein Mörtelbett (Zementmörtel) verlegt werden. Die Fugen werden entweder mit Zementmörtel (bzw. geeignetem Fugenmaterial) eingeschlämmt oder mit Quarzsand eingefegt, so dass eine feste Verbindung entsteht. Ähnlich kann man auch das Pflaster behandeln. Wer eine grüne Zufahrt für das Auto favorisiert, kann z.B. Rasengitterplatten im Bereich der Fahrspuren verlegen, wo das Gras später ungehindert durchwächst.

Denken Sie bitte bei der Wegebefestigung daran, dass die Stolpergefahr in den Abend- bzw. Nachtstunden durch eine ausreichende Beleuchtung minimiert wird. Der Fachmann unterscheidet bei der Außenbeleuchtung übrigens zwischen:
- Zweckbeleuchtung (für Haustür, Hausnummer, Wege, Zufahrt, etc.)
- Dekorationsbeleuchtung (im Boden eingelassene Lichtquellen (Spotlights) für Teiche, Sträucher, Brunnen, etc.) und
- Sicherheitsbeleuchtung (zusätzliche Lichtquellen initiiert durch Dämmerungsschalter oder Bewegungsmelder).
Die jeweilige Lampenauswahl ist natürlich Geschmacksache. Sie sollten allerdings schon ins Gesamtbild von Haus und Garten passen: Lassen Sie sich durch einen Fachmann beraten! Der zeigt Ihnen auch die günstigste Kabelführung.

Was der Gärtner kann, können Sie auch
Die Gartengestaltung ist sicher eine der subjektivsten Entscheidungen überhaupt. Der sicherste Weg zur Entscheidungsfindung führt am ehesten über die spätere Nutzung. Deshalb sollten Sie sich unbedingt Gedanken darüber machen, wie Sie Ihren Garten einmal nutzen wollen. Denken Sie bei der Planung auch daran, dass Gartenarbeit unter Umständen viel Zeit in Anspruch nehmen kann, will man sich am Anblick seines Gartens erfreuen. Allein die Pflege des Rasens ist ein Thema für sich. Die nachbarschaftliche Einbindung ist unter Umständen für die Gartengestaltung von entscheidender Bedeutung.
Der Autor der Baufibel kann Ihnen da nur empfehlen, sich umzuschauen (Internet, Fachzeitschriften, Gartenbauausstellungen, öffentliche Parks und Blumenbeete, etc.), um Anregungen und Eindrücke zu bekommen, die Sie dann verwirklichen können. Gehen Sie rechtzeitig an die Aufgabe heran, dann werden Sie schnell kreative Lösungen finden!

Der Pkw-Stellplatz: Garage oder Carport?
Die Ein- und Ausfahrt zu Ihrem Grundstück führt aller Voraussicht nach über öffentliches Gelände, so dass Sie bei der Anbindung alle Auflagen und etwaigen Forderungen beachten müssen. Ein überdachter Stellplatz oder eine Garage bedürfen einer baulichen Zustimmung des örtlichen Bauamtes, nicht überdachte Stellplätze sind genehmigungsfrei.
Beachte: Da das Bauen in der Regel Ländersache ist, kann es aufgrund der verschiedenen Landesbauordnungen unterschiedliche Regelungen geben. Erkundigen Sie sich bitte rechtzeitig bei Ihrer Baubehörde und sprechen Sie Ihre Bauabsichten ab.
Ein nicht zu unterschätzender Punkt ist die Grenzbebauung. Klären Sie alle diesbezüglichen Fragen mit Ihrem Nachbarn rechtzeitig vor Baubeginn ab, um späteren Streitigkeiten vorzubeugen. Da Sie ja die Absicht haben, die nächsten Jahre in Ihrem Haus wohnen zu wollen, wäre ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis durchaus von Vorteil (siehe auch Vorschriften für Nachbarrechte: Landesbauordnungen oder BGB).
Ein Carport wird zumeist aus Holz errichtet, wogegen eine Garage entweder traditionell gemauert wird oder aus Betonfertigteilen besteht. Mittlerweile gibt es auch komplette Fertiggaragen. Hierfür muss lediglich das Fundament vorbereitet werden, wo die fertige Garage mittels Kran draufgesetzt wird. Eine schnelle und überdenkenswerte Lösung. Vergleichen Sie die zahlreichen Angebote am Markt, dann werden Sie Ihre Vorzugslösung finden!

Einfriedung: vorn repräsentativ, hinten Maschendrahtzaun
Zum Schutz und zur optischen Abgrenzung des privaten Geländes werden üblicherweise bauliche Einfriedungen vorgesehen. Hier stehen die unterschiedlichsten Varianten zur Auswahl: Angefangen beim traditionellen Holzzaun, über die Mauer bis hin zur Hecke und dem Maschendrahtzaun. Für welche Lösung Sie sich letztendlich entscheiden, ist reine Geschmacksache. Jede Variante hat übrigens ihre Vor- und Nachteile.
Tipp: An der Vorderseite sollte schon eine repräsentativere Lösung gewählt werden, wogegen an der Rückseite ein Maschendrahtzaun allemal ausreicht.
Der lebende Zaun, die Hecke, ist viel leicht eine nachdenkenswerte Lösung. Am Anfang zwar klein, später hingegen aber umso schöner.

Mit der Wahl und der Fertigstellung der Einfriedung steht Ihre größte private Investition unmittelbar vor der Vollendung:
Herzlichen Glückwunsch!

Der langersehnte Einzug steht bevor. Im Kapitel Umzug erhalten Sie wichtige Tipps und Hinweise für den Quartierwechsel.