Unverwechselbares Aussehen durch geschickten Farbeinsatz

Die Wände und Decken sind putztechnisch im gesamten Gebäude so weit vorbereitet, dass die Malerarbeiten beginnen können. Neben den Flächen, die gefliest oder viel leicht auch getäfelt werden sollen, bekommen alle anderen Wand- und Deckenflächen einen Farbanstrich, eine Sichttapete oder im Falle des Einsatzes von Raufasertapete beides.
Räume mit empfindlichen Bodenbelägen, z.B. Parkett oder Teppich, sollten vor dem Verlegen des Belages gestrichen werden, damit sie nicht unnötig verunreinigt werden. Dasselbe trifft für die Heizkörpernischen zu, da sie nach der Heizkörpermontage nur noch schwer zugänglich sind.

Schutz und Erhaltung der behandelten Flächen
Bevor die Arbeit jedoch beginnen kann, sollte eine sorgfältige Planung im Vordergrund stehen. Da der Markt ein schier unbegrenztes Angebot parat hält, kann man sozusagen aus dem Vollen schöpfen. Allerdings spielen subjektive Faktoren nirgends so eine große Rolle wie bei der Oberflächenbehandlung von Decken und Wänden. Deshalb an dieser Stelle nur ein paar Tipps und Ratschläge wie man am besten vorgehen sollte.
Ähnlich wie beim Fußbodenbelag ist auch die Oberflächenbehandlung der Räume stark von der Belastung abhängig. Innenanstriche, egal welcher Art, sollen neben der farblichen Gestaltung insbesondere auch eine Schutzfunktion ausüben. Eine perfekt aussehende Wand- und Deckenoberfläche muss einen mangelfreien Untergrund besitzen. Der Untergrund (Putz, Holz, Metall, usw.) ist deshalb vor Beginn der Arbeiten zu überprüfen und notfalls auszubessern. Der Untergrund muss sauber, trocken und fest sein. Der Maler hat nämlich nicht die Aufgabe, wie der Volksmund gelegentlich behauptet, die Mängel der anderen Gewerke zu überdecken.

Atmungsaktive und diffusionsfähige Anstrichsysteme verwenden
Sie sollten aber nicht nur an den Schutz der Wände und Decken denken, sondern auch an Ihre eigene Gesundheit. Deshalb sind nur umweltverträgliche und gesundheitlich unbedenkliche Farben und Tapeten einzusetzen.
Deutschlands meistgekaufte Tapete ist die Raufasertapete. Eine Strukturtapete mit Holzfasern, die mit wisch- und waschbeständiger Dispersionsfarbe mehrfach überstrichen werden kann. Ihre große Akzeptanz resultiert aus dem einfachen Anbringen und der späteren farblichen Gestaltungsvielfalt, so dass sie für nahezu alle Bereiche in einem Gebäude in Frage kommt. Die Nass- und Kellerbereiche, wo beispielsweise nur ein Farbanstrich (2-lagig) erforderlich ist (Heizungsanlage, Weinkeller, Waschen und Trocknen, Fitness, etc.), einmal ausgenommen.
Jetzt brauchen Sie nur noch den Bedarf (Quadratmeter Wand- und Deckenflächen) zu ermitteln, und schon kann es losgehen. Eine Eurorolle Tapete ist 53 cm breit und 10,05 m lang. Beachte: Raufaserrollen besitzen unterschiedliche Längen.
Da der Autor keine Werbung für Raufasertapete machen will, können Sie selbstverständlich aus dem reichhaltigen Tapetensortiment (Papiertapete, Prägetapete, Strukturtapete, Textiltapete, Vinyltapete und Stabilit-Tapete) Ihre Lieblingstapete auswählen. Ebenso verhält es sich mit dem erforderlichen Tapetenleim und mit dem Werkzeug, das Sie zum Streichen und Tapezieren benötigen.
Schlichter Tipp zur Güte: Jeder gut bestückte Heimwerker-Markt berät Sie gern!