Sicher und bequem, Stufe für Stufe nach oben

Damit Sie immer Freude am Anblick ihrer Treppe haben, sollte sie mehr sein, als die bauliche Überwindung einer Höhendifferenz. Eine wohlgeformte Treppe kann schon mal zum Raumerlebnis oder gar zur Augenweide werden, obwohl auch sie nur aus einzelnen Stufen besteht. Selbstverständlich gibt es auch schlichte und vom Zweck bestimmte Treppen, man denke nur an Kellertreppen, Bodentreppen und Außentreppen. Ein Bauteil wird übrigens erst dann zur Treppe, wenn es über mindestens drei Stufen verfügt.

Das Steigungsverhältnis bestimmt die Treppe
Jede Treppe besteht aus Stufen gleicher Höhe und gleicher Breite. Wenn der Fachmann vom Auftritt spricht, dann denkt er an den waagerechten Teil der Stufen, spricht er allerdings von der Steigung, dann meint er den senkrechten Teil. Steigungshöhe und Auftrittsbreite ergeben zusammen das Steigungsdreieck. Das muss für alle Treppen, egal welcher Form, von der Mitte der Stufe gemessen, immer gleich sein. Weil es sonst schnell passieren kann, dass man ins Stolpern gerät.
Das Verhältnis zwischen Steigung und Auftritt ergibt das für eine Treppe so wichtige Steigungsverhältnis. Ein ideales Steigungsverhältnis liegt beispielsweise bei 63 cm. Hierbei wird die Steigung, in diesem Fall 17 cm, mal zwei genommen, plus der Auftrittsfläche, in unserem Fall 29 cm. Die Rechnung lautet also: 17 x 2 + 29 = 63 cm.
Weitere Anforderungen an eine Treppe gibt es bezüglich der Laufbreite (ca. 90 cm), der Lauflänge (nach ca. 15 bis 18 Stufen ein Ruhepodest, weniger als drei Stufen sollten nicht angeordnet werden) sowie der Durchgangshöhe (lichtes Maß mindestens 2 m). Ein Geländer mit Handlauf sorgt für die erforderliche Laufsicherheit. Es wird übrigens an der so genannten Treppenwange befestigt.

Welche Treppenform sollte gewählt werden?
Bei der Treppenplanung gehen wir von zwei Höhendifferenzen aus, die zu überbrücken sind. Zum einen vom Kellergeschoss in das Erdgeschoss und zum anderen vom Erdgeschoss in das Obergeschoss. Beide Treppen sollten vom Materialansatz her unterschiedlich ausgebildet sein, obwohl sie natürlich übereinander verlaufen, so dass die Treppenform gleich ist.
Eine bestimmte Treppenform zu favorisieren fällt natürlich schwer, die Treppe sollte schon ins Gesamtbild passen. Denkbare Treppenformen wären beispielsweise:
- die gerade Treppe mit oder ohne Podest,
- die Winkeltreppe mit Podest,
- die Wendeltreppe sowie
- die gewendelte Treppe.

Bei der Materialauswahl sieht es genauso aus. Ob Holz, Metall oder Stahlbeton, alle Varianten sind möglich. Treppenläufe können sowohl vor Ort als auch vorgefertigt bzw. teilvorgefertigt hergestellt werden. Entscheidend ist das Ergebnis. Eine Kellertreppe sollte mehr vom Zweck bestimmt sein, z.B. wäre hier eine vorgefertigte Laufplattentreppe aus Beton denkbar, die später mit Natursteinplatten o.ä. verkleidet werden könnte. So eine Treppe ist haltbar, robust und pflegeleicht.
Die Treppe zum Obergeschoss sollte hingegen mehr fürs Auge ausgebildet werden, weil sie permanent im Blickfeld ist. Eine Holz- oder Metallkonstruktion mit entsprechender Stufenausbildung wäre hier vorstellbar.
Lassen Sie sich frühzeitig vom Fachmann beraten und vergleichen Sie die Angebote!