Trittschalldämmung sorgt für angenehme Wohnatmosphäre

Der Innenputz ist aufgebracht, die Wände und Decken erscheinen nun in einem ganz neuem Licht. Jetzt ist es an der Zeit, mit den Estricharbeiten zu beginnen. Der Estrich, ein Gemenge aus Zement oder Gips (Anhydrit), dient sowohl als Unterkonstruktion, worauf später die eigentliche Verschleißschicht (je nach Nutzung: Fliesen, Parkett oder Teppichboden) verlegt wird, als auch als Nutzboden (z.B. im Keller).
Der Fachmann unterscheidet nach:
- schwimmenden Estrich,
- Verbundestrich sowie
- Trockenestrich.

Schwimmender Estrich, der vor allem als Unterboden für einen o.g. Bodenbelagstyp dient, wird aus Schallschutz- bzw. Wärmeschutzgründen aufgetragen. "Schwimmend" heißt, dass der Estrich keine starre Verbindung zur Rohdecke und zur Wand eingehen darf. Der Bodenaufbau kann beispielsweise von unten nach oben folgendermaßen aussehen:
- Rohdecke,
- Ausgleichsschicht,
- Schalldämmschicht (Mineralwolleplatten, Hartschaumplatten, Kork, etc.)
- wasserundurchlässige Abdeckung (Bitumenpapier, Ölpapier oder PVC-Folie)
- Estrich (mind. 40 mm stark) sowie
- Belag (Textilbelag, Parkett, usw.).

Weit verbreitet ist der Einsatz von Fließestrich (flüssig), der sich nach der Höheneinmessung selber nivelliert, also absolut waagerecht ist. Er ist bereits nach weniger als 24 Stunden begehbar. Fließestrich eignet sich auch sehr gut bei Fußbodenheizungen.

Verbundestrich stellt gleichzeitig auch die Verschleißschicht dar. Entweder wird er auf einen Unterboden aufgetragen oder als homogener Verbund (sozusagen frisch in frisch gemischt, z.B. auch Fließestrich) mit dem Unterboden realisiert (vorzugsweise im Keller eingesetzt, abriebfest)).

Trockenestrich besteht aus so genannten Verlege-Platten (Gipsfaserplatten, Holzspanplatten und zementgebundene Platten). Diese Platten werden vor Ort kraftschlüssig miteinander verbunden. Der Vorteil dieser Variante liegt darin, dass keine zusätzliche Baufeuchte ins Gebäude gelangt (können sofort belegt werden).